Emotion vs. Technik: von Nokia N78 zu iPhone 4

Geschrieben von René am 15.07.2010 | Kategorie(n): Allgemein

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iPhone vs. Nokia N78Ich bin bis dato (glücklicher) Nutzer eines Nokia N78, habe mich aber vom Hype um das neue iPhone anstecken lassen und seit nunmehr drei Tagen ein iPhone 4 mit entsprechendem Telekom-Vertrag… Da Apple im Ruf steht, optische Leckerbissen zu überhöhten Preisen zu fertigen, möchte ich in diesem Artikel kurz den Vergleich vom Nokia N78 zum iPhone 4 ziehen – allerdings NICHT aus technischer, sondern emotionaler Sicht.

Vor ca. zwei Jahren bekam ich die Möglichkeit, dem trägen Symbian UIQ 3 auf dem M600i den Rücken zu kehren und zum wesentlich weiter verbreiteten Symbian S60 in der dritten Edition auf dem N78 zu wechseln. Und der Umstieg war furios – ich war beeindruckt von den Features, die es bot. Dagegen sah das M600i blass aus: endlich ordentliche Geschwindigkeit, eine überragende Akkulaufleistung, eine (gute) Handy-Kamera, einen ordentlichen Media-Player, einen integrierten GPS-Empfänger und einen FM-Transmitter. Alle genannten Merkmale lernte ich immer mehr zu schätzen – sei es auf der Suche nach Informationen im Internet, einem guten Motiv im Urlaub, meiner Lieblingsmusik auf dem Weg zur Arbeit, dem Weg zu einem bestimmten Arzt oder etwas Unterhaltung auf meinen wöchentlichen Fahrten zwischen Rostock & Hamburg.

Jetzt stand das Vertagsende bei o2 an und die Frage im Raum, bei welchem Mobilfunk-Anbieter ich mich weiter vertraglich verpflichten würde oder ob ich bei Simyo günstig glücklicher wär. Im März hatte ich meiner Liebsten einen iPod Touch gekauft – seitdem war ich begeistert von den Apps, die für die iPhone/iPod-Familie verfügbar waren und sind. Zwangsläufig kam durch die Vorstellung des iPhone 4 der Wunsch auf, auch so etwas zu besitzen. Dabei ging es mir weniger um die Optik selbst, denn ich muss zugeben: Das damals bereits angekündigte Galaxy S von Samsung oder das bereits erhältliche HTC Legend gefallen mir ebenso gut. Aber die Apps… Mhhh… Lecker!

Ich wollte ein Telefon, dass mindestens Software für die Bereiche bot, die ich auch auf dem N78 nutzte: einen Browser (Opera Mobile 10), einen Messenger (QIP), ein Programm zur Verschlüsselung vertraulicher Daten (Handy Safe Pro), ein Programm zur Nutzung der Foto-LED als Taschenlampe (BrightLight) und eine Navigationslösung. Es kamen also nur Plattformen in Frage, die frei programmierbar sind, namentlich Bada, Android und iOS. Als Vertreter dieser Betriebssysteme standen bei mir das Samsung S8500 Wave, das Samsung Galaxy S und das iPhone im Finale. Das Galaxy S schied von diesen drei Geräten als Erstes aus: es hatte kein Fotolicht und erschien mir persönlich zu groß, um es mal eben in die Tasche zu stecken. Der Kampf zwischen Samsung S8500 Wave und iPhone wurde entschieden durch den aktuellen Mangel an einer Software zum Verschlüsseln meiner vertraulichen Daten auf Bada, sprich dem S8500 Wave. Und jetzt hab ich auf dem iPhone einen integrierten Safari-Browser, Nimbuzz, SplashID Password Manager, LED Light und optional auch das für Telekom-Kunden kostenlose Navigon im Einsatz – und diese Programme können mehr als nur mit der S60-Software mithalten. Die Entscheidung pro iPhone fiel also ganz sachlich, denn rein optisch gefiel und gefällt mir das S8500 Wave ebenso.

Jetzt steht also seit vier Tagen der Wechsel meiner Daten vom N78 zum iPhone an und ich merke, dass sich meine ‘iPhorie’ für das neue Gerät in Grenzen hält. Es sieht gut aus… sicher! Es hat geniale Apps… fantastisch! Aber mein N78 ist mir nach dem Fehlgriff namens ‘M600i’ an’s Herz gewachsen. Und so taste ich mich vorsichtig an das neue Gerät heran und habe es noch nicht einmal fertiggebracht, das Neue in den letzten drei Tagen auch nur einmal mit zur Arbeit zu nehmen, um die Neugier meiner Kollegen zu stillen.

Auch wenn der Abschied vom N78 schwerfällt: heute habe ich meine vertraulichen Daten vom N78 auf’s iPhone übertragen und ich freue mich darauf, dass das iPhone dann hoffentlich bald genauso in meinen Alltag integriert ist wie das N78 heute. Entgegen meiner iPhone-begeisterten Freunde jedoch bin ich nicht auf der Suche nach einem Maximun an Apps, sondern begnüge mit mit dem Wesentlichen und ein wenig Unterhaltung. Jetzt noch ein wenig Geld in einen FM-Transmitter für das iPhone und einen Dock für die HiFi-Anlage investieren, das N78 säubern und in die verantwortungsvollen Hände meiner Liebsten übergeben, die damit dann endlich ihr altes & defektes Nokia 6230 (ohne ‘i’) in den Mülleimer schmeissen kann. Dann kann ich zum Abschluss kommen: Vielen Dank für deine Unterstützung & Zuverlässigkeit, Nokia N78!

Kommentare (1)

Schöner Bericht. Endlich mal kein Schw…vergleich, sondern einfach nur das Wesentliche.

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