Bankenabgabe auch in Deutschland?
Geschrieben von Carsten am 12.02.2010 | Kategorie(n): Politik
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Amerika hat es vorgemacht und die deutschen Politiker finden den Ansatz zumindest so interessant, dass sie eine Beispielrechnung nach amerikanischem Vorbild anfertigen lassen.
Im Klartext bedeutet das, dass alle Banken ab einer Bilanzsumme von umgerechnet 35 Milliarden Euro eine Abgabe i.H.v. 0,15 Prozent zu entrichten haben.
Auch wenn die Regierung bereits jetzt schon beteuert, dass es keine Abgabe nach amerikanischem Muster geben wird, ist es doch verwunderlich, warum dann die Berechnungsgrundlage vollständig identisch ist.
Grundsätzlich finde ich es gut, dass darüber nachgedacht wird, von den Risikoträgern einer neuerlichen Bankenkrise, mittels einer Abgabe einen Sicherungsfonds zu erstellen. Doch wer schützt den Anleger davor, dass diese Abgabe direkt oder indirekt an den Anleger und letzten Endes an den Verbraucher weitergegeben wird? Dieser Teufelskreis wird jedes Mal auf’s Neue beschritten, wenn über zusätzliche Abgaben nachgedacht wird und bisher ist jede Abgabe am Verbraucher hängen geblieben.
Vielleicht sollten sich die klugen Köpfe unserer Republik über dieses Thema ebenfalls Gedanken machen. Denn ein positives Ergebnis, wie man diesen Teufelskreis durchbrechen kann, würde jeden Steuerzahler freuen. Der Anreiz für die Politik ist definitiv vorhanden. Wer diesen heiligen Gral findet, wird sich mit Bestimmtheit bei den nächsten Wahlen nicht über mangelde Wählerstimmen beklagen können.
Ich befürchte jedoch, dass dieser Ansatz entweder niemals, oder nur in extrem abegmilderter Form verfolgt werden wird, so dass es für den Verbraucher keinen Unterschied machen wird.
